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  Konzert in Gaggenau (D) 2001  
       
 

Samstag, 16. Juni 2001, 19.00 Uhr

in der Jahnhalle in Gaggenau (D)

 

 

Mitwirkende

- Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern (Leitung: Ruedi Marty)

- AO Weisenbach & AO Musikschule Gaggenau & Ballett

  (Leitung: Hans Bogner)

- Jaime Y Valeria (Tangotanzpaar)

 

 


 

Konzertprogramm

 

AOBA Orchester  (Leitung: Ruedi Marty)

Csardas für Orchester aus der "Fledermaus"

Joh. Strauss,

bearb. W. Niehues

Werziade I

Fritz Dobler

Werziade IV Fritz Dobler
Cabaret

John Kander,

bearb. H-G. Kölz

 

Pause

 

AO Weisenbach & AO MS Gaggenau  (Leitung: Hans Bogner)

Mitternachtsspuk

- Vorpiel und Marsch

- Rondino, Allegro

- Gavotte, Polonaise, Menuett

- Scherzo, Rheinländer, Trio

- Quodlibet

Rudolf Würthner

 

Jaime Y Valeria & AO MS Gaggenau  (Leitung: Hans Bodner)

Tango Medley Hans Boll

 

AO Weisenbach & AO MS Gaggenau  (Leitung: Hans Bogner)

Erinnerung an ein Ballerlebnis

Hans Bund,

bearb. Curt Herold

 

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Zeitungsartikel vom 18. Juni 2001

(Badische Neueste Nachrichten)

 

Musikschule Gaggenau präsentierte ein "Frühlingskonzert mit Gästen"

 

Viel Beifall für den munteren Mitternachtsspuk

Elevinnen der Ballettklasse tanzten zu Livemusik / Schweizer Akkordeonorchester begeisterte

 

Augen und Ohren kamen gleichermassen zu einem aussergewöhnlichen Genuss beim "Frühlingskonzert mit Gästen" der Musikschule Gaggenau am Samstagabend in der Jahnhalle. Erstmals wurde in einem Konzert von 50 Elevinnen der Tanzklasse von Martina Tenzer zu Livemusik getanzt und den vielen Konzertbesuchern im Zusammenwirken der Tänzerinnen mit dem Akkordeonorchester der Musikschule und dem Harmonika-Spielring Weisenbach ein unterhaltsames und niveauvolles Programm geboten.

 

Doch zunächst mussten die kleinen Ballettratten ihr Lampenfieber noch zügeln, denn den ersten Teil des Programms bestritt das Akkordeonorchester des Bezirks Affoltern aus der Schweiz. Dessen Dirigent Ruedi Marty ist ein langjähriger Freund von Hans Bogner, dem Leiter der Gaggenauer Musikschule. Die 40 meist recht jungen Akkordeonisten begannen sehr eindrucksvoll mit dem "Csardas" aus der Fledermaus von Johann Strauss. Diverse Klangfärbungen durch raffinierte Nutzung der Register und präzises Agieren der jungen Instrumentalisten fielen besonders auf. Besonders gefiel das Orchester in zwei Originalkompositionen von Fritz Dobler. Ruedi Marty nutzte in seiner Interpretation dieser reizvollen Konzertstücke die klanglichen Möglichkeiten seines Orchesters voll aus. Ausgefeilte Dynamik, mitreissende, präzise Rhythmik in den schnellen Teilen der "I. Werziade" und liedhafte Ausformung des langsamen Mittelteils waren ein Hörgenuss. Ein Hauch von Melancholie lag nicht nur über dem Trauermarsch, sondern auch über sehr verspielten Teilen der Ecksätze der "IV. Werziade". Schmissig und temperamentvoll, mit akkuraten Rhythmuswechseln, begann "Cabaret" von John Kander, die recht langatmige Bearbeitung aber liess den Vortrag etwas abflachen. Mit einem packenden "Boogie" bedankten sich die Schweizer für langen Applaus.

 

Zwölf Schläge der Kirchturmuhr kündeten die Geisterstunde, Trompeter, Pfeifer und Trommler gaben das Signal und in dem Spielwarengeschäft oder -museum begann ein munterer "Mitternachtsspuk". Martina Tenzer hat sich für das Handlungsballett mit den Jüngeren ihrer grossen Kompanie zu der ungemein abwechslungsreichen Suite von Rudolf Würthner viel einfallen lassen und so jeder der kleinen Tänzerinnen ein wichtiges Erfolgserlebnis ermöglicht. Das bunte Bild der Akteurinnen in einfallsreichen Kostümen machte das nächtliche Treiben der Puppen, Holländer, Reiter, Kreisel, der Spieluhr, der Porzellanfiguren, Hampelmänner und Bälle in den unterschiedlichsten Tanzsätzen zu einem Augenschmaus. Die Akkordeonorchester Weisenbach und der Musikschule unter Hans Bogner gaben dazu mit ihrer ausgefeilten, differenzierten Wiedergabe der Suite das Fundament, das war eine beeindruckende Leistung.

 

Diese muss man dem Orchester auch für die Wiedergabe eines schmissigen "Tango-Medleys" von Hans Boll bescheinigen. Jaime Y Valeria, ein gefragtes Tango-Tanzpaar aus Strassburg, faszinierte mit raffinierten Schrittfolgen im Wechsel von "slow" und "quick", mit Promenaden über die ganze Bühne und mit ausgefeilten Figuren. Etwas mehr Knistern zwischen den Geschlechtern, das dieser Tanz sonst verkörpert, hätte ihm mehr Glut gegeben. Aschenputtel hat wohl Pate gestanden bei den tänzerischen Skizzen zu "Erinnerungen an ein Ballerlebnis" von Hans Bund, getanzt von den Mädchen der Ballettklasse. Isabel Grossmann, Miriam Ell und Celia Gärtig waren die Solistinnen in der Geschichte um Eifersüchteleien zweier Stiefschwestern um die Gunst des Nachbarsohnes. Die Choreographie war so aufgebaut, dass die Leichtigkeit der Musik mit Anmut zum Tragen kam, das Ausbildungsniveau ausgeschöpft und verdienter Erfolg ermöglicht wurde. Auch hier waren Orchester und Orchestersolisten souveränes Fundament des beklatschten Erfolges.

 

Wolfgang Epp

 

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» Zeitung 18.06.01

 

 

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kkordeon-Orchester Bezirk Affoltern - AOBA. Das Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern wurde im Jahr 1933 gegründet. Das AOBA führt traditionell immer im Januar das Jahreskonzert durch. Das AOBA - Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern nimmt regelmässig an kantonalen, eidgenössischen sowie internationalen Wettspielen mit grossem Erfolg teil. Im Akkordeon-Orchester sind Akkordeonistinnen und Akkordeonisten aus dem ganzen Bezirk Affoltern sowie einige aus der näheren Umgebung. Das AOBA - Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern probt jede Woche in Affoltern am Albis, sowohl das Jugendensemble wie auch das Orchester.